Weltraumbestattungen
Viele Menschen empfinden eine große Faszination, wenn sie an den Weltraum denken. Die Unendlichkeit des Sternenhimmels über uns hat etwas Beruhigendes und ist zudem der Ort, an dem viele Menschen Gott oder eine ähnliche Existenz vermuten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Weltraumbestattung immer beliebter wird.
Wie läuft eine Weltraumbestattung ab?
Voraussetzung für eine Weltraumbestattung ist die Einäscherung des Verstorbenen. Anders
als bei einer Seebestattung wird jedoch nicht die gesamte Asche ins All geschossen,
sondern nur ein kleiner Teil. Dieser wird in eine Mikrokapsel gefüllt und dann in den
Weltraum befördert. Die restliche Asche wird den Angehörigen übergeben und kann dann auf
herkömmliche Weise beigesetzt werden.
Die Kapsel mit dem kleinen Teil der Asche verglüht beim Wiedereintritt in die
Erdatmosphäre wie eine Sternschnuppe. Damit dies möglich ist, muss die Asche zumindest
in den niedrigen Erdorbit (LEO) befördert werden. Auch eine Bestattung auf dem Mond ist
möglich, wird jedoch deutlich seltener durchgeführt.
Eine Weltraumbestattung muss gründlich geplant sein
Da Raketenstarts extrem teuer sind, finden diese nur sehr selten statt. Daher müssen
Angehörige oft mit einer langen Wartezeit bis zur Weltraumbestattung rechnen. Zudem sind
Raketenstarts oft wetterabhängig und können kurzfristig verschoben werden. Die
Reisetätigkeit der Angehörigen, die bei der Weltraumbestattung dabei sein wollen, muss
also flexibel sein. Startplätze für Raketen, die Asche ins Weltall befördern, gibt es
beispielsweise in den USA (Kalifornien, New Mexiko, Florida), auf den Kanarischen Inseln
oder in Russland.
Meist wird der Raketenstart von einer Trauerfeier begleitet. Diese findet in der Regel
am Boden statt, bevor die Rakete abhebt. In vielen Fällen gibt es auch die Möglichkeit,
den Start per Livestream zu verfolgen, falls eine Anreise nicht möglich ist.
Kosten einer Weltraumbestattung
Die Kosten für eine Weltraumbestattung sind vergleichsweise hoch. Sie setzen sich zusammen aus den Kosten für die Einäscherung, den Kosten für die Kapsel und den Transport ins All sowie den Reisekosten für die Angehörigen. Eine Bestattung im niedrigen Erdorbit kostet etwa zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Eine Mondbestattung ist deutlich teurer und kann bis zu 25.000 Euro kosten. Hinzu kommen noch die Kosten für die Beisetzung der restlichen Asche auf der Erde.
Weitere außergewöhnliche Bestattungsarten
Neben der Weltraumbestattung gibt es noch weitere außergewöhnliche Bestattungsarten, die
für Menschen interessant sein könnten, die sich nicht auf einem herkömmlichen Friedhof
beisetzen lassen wollen. Dazu gehören beispielsweise:
Die Diamantbestattung: Hierbei wird aus einem Teil der Asche oder der Haare des
Verstorbenen ein synthetischer Diamant gepresst. Dieser kann dann als Schmuckstück
getragen oder an einem besonderen Ort aufbewahrt werden.
Die Kryonik: Bei dieser Methode wird der Körper des Verstorbenen direkt nach dem Tod
eingefroren, in der Hoffnung, ihn in der Zukunft wiederbeleben zu können. Diese Methode
ist wissenschaftlich umstritten und sehr teuer.
Die Almwiesenbestattung: In der Schweiz ist es möglich, die Asche des Verstorbenen auf
einer Almwiese zu verstreuen. Dies ist eine sehr naturnahe und friedliche Art der
Bestattung.
Kontakt
Bestattungen J. Klein & Söhne GmbH
Wallenbornstr. 11
66571 Eppelborn-Wiesbach